Rückblick auf die „Social Innovation Idea Challenge“

In 2,5 Wochen vom weißen Blatt Papier zum ausgearbeiteten sozialen Geschäftsmodell so die Idee des 1. Founder Programms der Gründungsfabrik Rheingau.

Rückblick auf die „Social Innovation Idea Challenge“

///English Version below///

Lang ersehnt startete am 10.06. das erste Angebot der Gründungsfabrik Rheingau, im Rahmen des „Founder Programes“. Das 2,5-wöchige Programm, dass dieses Mal als Ideenwettbewerb im Bereich Social Innovation ausgerichtet wurde, konnte bereits in der ersten Runde 30 Teilnehmenden begeistern. Darunter natürlich viele Studierende der EBS Universität und der Hochschule Geisenheim, aber auch einige Studierende aus anderen Universitäten des Rhein-Main-Gebiets. Ziel der Challenge war es, eine nachhaltige soziale Idee, die den Austausch zwischen Virtuell und Real, Stadt und Land oder Jung und Alt anregen soll, zu kreieren und diese im Team zu einem sozialen Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und idealerweise beim Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Gesellschaft der Ideen“ einzureichen.

Nach dem Kick-off durch das Team der Gründungsfabrik Rheingau am 10.06. grenzte Frau Prof. Dr. Karin Kreutzer vom EBS Impact Institute den Begriff Social Innovation ab. Anknüpfend daran zeichnete Birgit Heilig vom Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) e.V. ihre Übersicht über die Aktivitäten zu Social Innovation in Deutschland. Den ersten Tag schloss Prof. Andreas Heinecke, Honorarprofessor für Social Business an der EBS sowie Sozialunternehmenden, in einem Online-Vortrag zum Einfluss der Corona-Krise auf die gesellschaftliche Ungleichheit ab.

Prof. Heinecke startete auch den zweiten Tag der SIIC, in dem er sein vor mehr als 20 Jahren gestartetes erfolgreiches Projekt „Dialog im Dunkeln“ und seiner eigenen aktuellen Ideen vorstellte. Nach weiteren sozialen Praxiseindrücken geschildert durch die Referenten Sebastian Schneider sowie Diana Ullrich wurden Teams gebildet und die Teilnehmenden in ihre Ideen-Suchfelder eingewiesen. Dazu beschäftigten sich die Teilnehmenden neben der Recherche, was es im Kontext sozialer Innovation bereits gibt auch mit einem Blick in die Zukunft sowie die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz. Hierzu stellten Prof. Dr. Pero Micic und Prof. Dr. Tobias Gutman ihre Ideen und Gedanken vor.

An den darauffolgenden Tagen stand die Teamarbeit im Fokus. Insbesondere der durch das Beratungshaus INVENSITY angebotene problemorientierte Ideation-Workshop, bei dem mit dem miro-Board, die ansonsten bei jedem Kreativ-Workshop unersetzlichen Flipcharts in den virtuellen Raum gebracht wurden, blieb den Teilnehmenden nachhaltig in positiver Erinnerung.

Nachdem die Gruppen sich für die beste der von ihnen entwickelten Ideen entschieden hatten, ging es um die Ausarbeitung dieser Ideen. Prof. Diane Robers vom Strascheg Institute der EBS hielt einen Vortrag zu den Grundlagen von Geschäftsmodellen und erläuterte dazu u.a. das Value Proposition Canvas sowie das Business Model Canvas.

Am 26.06. präsentierten die Teams ihr erarbeiteten Ideen vor der Jury und nach Berücksichtigung der Bewertungskriterien Social Impact, Potentielle Entwicklung und Ideenreife hat die Idee von einer App, die ältere Menschen bei ihrer medizinischen Versorgung unterstützt, den ersten Platz erreicht. Nichtsdestotrotz waren die anderen Ideen ebenfalls sehr spannend: sie reichten von der Idee einer Online-Plattform für Social Media, durch die Junge Leute unterstützt werden, um ihre Profile besser sichtbar zu machen, bis zu Job-Portalen, die die Menschen aus ländlichen Regionen mit Bewohnern großer Städte vernetzt und ihnen mehr Jobmöglichkeiten eröffnet.

Nach Abschluss der Social Innovation Idea Challenge haben mehrere Teams Ihre Idee beim BMBF-Wettbewerb „Gesellschaft der Ideen“ eingereicht. Wir drücken den Teams die Daumen und wünschen ihnen viel Erfolg.

Die zweite Runde des „Founder Programms“ mit einem neuen Motto startet im Herbst.

English:

The long awaited first offer of the Gründungsfabrik Rheingau was launched on June 10th as part of the Founder Programme. Around 30 students from both EBS University and the Hochschule Geisenheim University as well as students from other universities in the Rhine-Main area took part in the 2,5week programme, which was organised this time as an ideas competition in the field of social Innovation. The aim of the challenge was to create a sustainable social idea that would stimulate the exchange between virtual and real, city and country or young and old.

After the kick-off by the team of Gründungsfabrik Rheingau on June 10th, defined Prof. Dr. Karin Kreutzer from the EBS Impact Institute the term “Social Innovation”. Birgit Heilig from Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) e.V. presented afterwards her overview of the activities on Social Innovation in Germany. Prof. Andreas Heinecke, Honorary Professor for Social Business at EBS and social entrepreneurs, concluded the first day with an online lecture on the impact of the Corona crisis on social inequality.

On the second day started as well Prof. Heinecke with his slot, where he presented his successful project "Dialogue in the Dark", which he started more than 20 years ago, and his own current ideas. After further practical social impressions described by the speakers Sebastian Schneider and Diana Ullrich, teams were formed and the participants were introduced to their idea search fields. In addition to researching what already exists in the context of social innovation, the participants also looked into the future and the possibilities of artificial intelligence. Prof. Dr. Pero Micic and Prof. Dr. Tobias Gutman their ideas and thoughts.

The following days focused on teamwork. In particular, the problem-oriented Ideation Workshop offered by the consulting firm INVENSITY, in which the miro board, which is otherwise irreplaceable in every creative workshop, was used to bring the flipcharts into virtual space, remained a lasting positive memory for the participants.

After the groups had decided on the best of the ideas they had developed, the next step was to work out these ideas. Prof. Diane Robers from the Strascheg Institute at EBS gave a lecture on the basics of business models and explained the Value Proposition Canvas and the Business Model Canvas.

On June 26th presented the teams their developed ideas to the jury. After considering the evaluation criteria social impact, potential development and idea maturity, the idea of an app that supports elderly people in their medical care won first place. Nevertheless, the other ideas were also very exciting: they ranged from the idea of an online social media platform that supports young people to make their profiles more visible, to job portals that connect people from rural areas with residents of large cities and offer them more job opportunities.

After completion of the Social Innovation Idea Challenge, several teams submitted their idea to the BMBF's "Society of Ideas" competition. We keep our fingers crossed for the teams and wish them every success.

The second round of the "Founder Programme" with a new motto will start in autumn.

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